Was eine Website kostet, hängt an sieben Größen: Zahl der Seiten und Vorlagen, Individualität des Designs, Funktionen, Zahl der Sprachen, Zustand von Texten und Bildern, Migration bestehender Inhalte und Anbindung an vorhandene Systeme. Der Aufwand entsteht in Stunden, nicht in Pixeln. Wer diese sieben Größen kennt, kann Angebote vergleichen.
Welche Faktoren treiben den Aufwand?
Der Preis einer Website ist kein Listenpreis, sondern das Ergebnis einer Aufwandsschätzung. Diese sieben Faktoren bestimmen sie. Beantworte sie für dein Projekt, bevor du das erste Angebot einholst.
- Zahl der Seiten und Vorlagen: Zehn Seiten auf drei Vorlagen sind weniger Arbeit als fünf Seiten mit fünf eigenen Layouts.
- Individualität des Designs: Ein angepasstes Grundlayout ist schneller fertig als ein Entwurf, der bei null beginnt.
- Funktionen: Buchung, Shop, Login, Kalender oder Konfigurator sind eigene Bausteine mit eigener Logik und eigenem Test.
- Zahl der Sprachen: Jede weitere Sprache betrifft Struktur, Navigation und Pflege, nicht nur den Text.
- Zustand der Inhalte: Liegen Texte und Bilder fertig vor, oder müssen sie erst geschrieben und fotografiert werden?
- Migration: Ein Umzug von 200 Bestandsseiten samt Weiterleitungen ist Handarbeit, kein Knopfdruck.
- Anbindung: Warenwirtschaft, CRM, Newsletter oder Kassensystem anzuschließen kostet mehr als ein Kontaktformular.
Warum nennt kaum jemand einen Preis vorab?
Weil derselbe Satz zwei sehr verschiedene Projekte meinen kann. „Eine Website für unseren Betrieb“ ist einmal eine Seite mit Kontaktformular und einmal eine Seite mit Buchung, Kundenbereich und Anbindung an die Warenwirtschaft. Der Aufwand unterscheidet sich zwischen beiden um ein Vielfaches.
Wer trotzdem einen Betrag nennt, bevor er den Umfang kennt, korrigiert ihn später. Entweder über Nachträge oder über einen Umfang, der still schrumpft. Deshalb steht bei RHXT. der System-Check am Anfang und nicht die Preisliste. Der Preis kommt danach, schriftlich und fest.
Drei Beispielumfänge und was in ihnen steckt
Die meisten Projekte im Mittelstand fallen in einen von drei Zuschnitten. Die Tabelle beschreibt sie über Seitenzahl, Funktionen und Aufwand, nicht über einen Betrag. Ein Betrag ohne diese drei Angaben sagt ohnehin nichts aus.
| Umfang | Seiten | Funktionen | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Single-Page | Eine Seite mit mehreren Abschnitten | Kontaktformular, Karte, Impressum und Datenschutz | Am geringsten. Texte und Bilder liegen meist schon vor. |
| Unternehmensseite | Fünf bis zwölf Seiten, je Leistung eine | Formulare für Anfrage und Bewerbung, Blog, Schema.org-Daten | Mittel. Die Arbeit steckt in Struktur, Texten und interner Verlinkung. |
| Website mit Funktion | Zehn Seiten und mehr | Buchung, Shop oder Kundenbereich, Anbindung an bestehende Systeme | Am höchsten. Jede Funktion braucht Logik, Test und Übergabe. |
Die Grenzen sind nicht scharf. Eine Single-Page mit Online-Buchung liegt beim Aufwand näher an der dritten Zeile als an der ersten. Entscheidend ist nicht die Seitenzahl, sondern die Zahl der Dinge, die zuverlässig funktionieren müssen.
Wie lange dauert es bis zum Go-Live?
Der Express-Umfang ist in 5 bis 7 Werktagen fertig. Für die Standardvariante liegen zwischen Freigabe und Go-Live 14 Tage. Projekte mit Shop oder Kundenbereich brauchen 2 bis 3 Wochen. Der System-Check dauert 90 Minuten, das Angebot folgt innerhalb von 48 Stunden.
Diese Zeiten gelten unter einer Bedingung: Texte, Bilder und Zugänge liegen rechtzeitig vor. Der häufigste Grund für Verzug ist kein technischer, sondern ein fehlendes Foto oder ein Text, auf den noch drei Leute schauen wollen. Wer das vorher klärt, verkürzt das Projekt am wirksamsten.
Was kostet ein Baukasten wirklich?
Ein Baukasten sieht am Anfang günstiger aus, weil der Einstieg klein ist. Der Aufwand verschwindet dabei nicht, er verschiebt sich nach hinten. Vier Posten fallen dauerhaft an.
- Die Abo-Gebühr läuft monatlich weiter, solange die Seite online ist. Sie endet nie.
- Themes und Plugins tragen eigene Lizenzen, oft jährlich und je Domain.
- Jede Erweiterung ist fremder Code, der aktualisiert werden will. Fällt ein Update aus, entsteht eine Lücke.
- Der Auszug ist der eigentliche Posten: Inhalte lassen sich exportieren, das Layout meist nicht. Wer wechselt, baut neu.
Die ehrliche Frage lautet deshalb nicht: Was kostet die Seite heute? Sondern: Was kostet sie über fünf Jahre, den Wechsel eingerechnet? Bei einem Baukasten steht am Ende dieser fünf Jahre oft ein zweites Projekt.
Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Go-Live?
- Domain: eine jährliche Gebühr beim Registrar, unabhängig davon, wer die Seite gebaut hat.
- Hosting: bei einer Seite in eigenem Code oft ein kleiner Tarif, weil kein Server dauerhaft rechnen muss.
- Pflege: Inhalte aktualisieren, neue Leistungen ergänzen, Bilder tauschen. Entweder selbst oder beauftragt.
- Updates: bei eigenem Code selten und planbar, bei Baukästen und Plugin-Systemen regelmäßig.
Ohne Plugin-Landschaft und ohne Cookie-Banner bleibt der laufende Teil klein. Übrig bleiben Domain, Hosting und die Arbeit an den Inhalten. Genau diese Arbeit solltest du einplanen, denn eine Seite, die zwei Jahre unverändert steht, verliert in der Suche.
Was gutes Handwerk messbar macht
Qualität lässt sich prüfen, ohne dem Anbieter glauben zu müssen. Lighthouse ist kostenlos, läuft im Chrome-Browser und liefert für jede öffentliche Seite eine Zahl zwischen 0 und 100.
Fünf Kundenseiten von RHXT. liegen auf dem Desktop zwischen 94 und 100 Lighthouse-Punkten, der SEO-Score liegt bei allen fünf auf 100. Der größte Inhalt steht auf dem Desktop nach 0,7 bis 1,3 Sekunden. Gemessen am 04.09.2026 mit Lighthouse 12 in Chrome headless, je Seite ein Lauf auf der Startseite. Ein Lauf ist eine Stichprobe, 5 bis 10 Punkte Schwankung zwischen zwei Läufen sind normal.
Lass dir vor der Beauftragung zwei bis drei Referenzseiten nennen und miss selbst. Eine Agentur, deren eigene Referenzen langsam laden, wird deine Seite nicht schneller bauen. Das ist der günstigste Test, den du vor einer Unterschrift machen kannst.
Wie bei RHXT. ein Festpreis zustande kommt
- 01System-Check, 90 Minuten: Betrieb, Anfragen und bestehende Seite werden durchgegangen. Das Ergebnis ist ein Befund, kein Verkaufsgespräch.
- 02Umfang schriftlich: Seitenzahl, Funktionen, Zuständigkeit für Texte und Bilder, Termin für den Go-Live.
- 03Angebot innerhalb von 48 Stunden, mit Festpreis für genau diesen Umfang.
- 04Zahlung zur Hälfte bei Auftrag und zur Hälfte bei Go-Live. Eine nachträgliche Stundenabrechnung gibt es nicht.
- 05Änderungen am Umfang werden vor der Umsetzung schriftlich neu bewertet, nicht hinterher in Rechnung gestellt.
Ein Festpreis verschiebt das Risiko für Verzögerungen dorthin, wo es hingehört. Wer nach Stunden abrechnet, verdient am langsamen Projekt. Wer zum Festpreis liefert, verdient an einem klaren Umfang und an sauberer Arbeit.
Welche Fragen solltest du vor dem ersten Gespräch beantworten?
Sechs Antworten reichen, damit ein Angebot belastbar wird. Wer sie mitbringt, bekommt den Festpreis schneller und muss ihn seltener korrigieren.
- Was soll die Seite auslösen: Anruf, Formular, Terminbuchung oder Bestellung?
- Welche Leistungen bekommen eine eigene Seite, und welche stehen nur als Abschnitt darin?
- Liegen Texte, Logo und Fotos vor, und in welcher Qualität?
- Gibt es eine bestehende Seite, deren Inhalte und Adressen erhalten bleiben müssen?
- Welche Systeme sollen angebunden werden, heute und in zwei Jahren?
- Wer pflegt die Seite nach dem Go-Live, und wie oft?
Die letzte Frage wird am häufigsten übersehen und entscheidet am meisten. Eine Seite, die niemand pflegt, verliert innerhalb von zwei Jahren an Sichtbarkeit, egal wie gut sie gebaut ist.
Woran du ein belastbares Angebot erkennst
- Es nennt Zahl der Seiten und Vorlagen, nicht nur einen Paketnamen.
- Es sagt, wer Texte und Bilder liefert, und bis wann.
- Es benennt einen Termin für den Go-Live und die Bedingung, unter der er hält.
- Es klärt, wem Domain, Hosting, Konten und Quellcode gehören. Die richtige Antwort ist: dir.
- Es trennt einmaligen Aufwand von laufenden Fremdkosten wie Domain und Hosting.
- Es sagt, was nach dem Go-Live passiert, wenn etwas hakt, und wie schnell.
Fehlt einer dieser Punkte, ist der Betrag im Angebot keine Zusage, sondern eine Schätzung. Frag nach, bevor du unterschreibst. Jede der sechs Fragen lässt sich in zwei Sätzen beantworten, wenn der Anbieter weiß, was er baut.
Wie eine Website in eigenem Code entsteht, was in den drei Umfängen steckt und wie der System-Check abläuft, steht hier:
Websites: Vorgehen, Umfänge, TechnikPakete und Leistungsumfang im Überblick